Geschichte Thailand

 

Ein kleiner Streifzug durch die Geschichte Thailands . Die ethnische Herkunft der Thais ist bis heute ungeklärt. Als die Burmesen vor über 200 Jahren die damalige Hauptstadt Ayutthayas überfielen setzten sie unter anderen die Königliche Bibliothek in Brand wo durch die gesamte Geschichtsschreibung Siams verloren ging. Die meisten Wissenschaftler sind heute der Meinung, dass die Thai aus Yunnan in Südchina stammen und ca im 7. Jahrhundert in Richtung des heutigen Thailands zogen. Fest steht jedenfalls das vor den Thai in dieser Region bereits lange zuvor drei andere Völker siedelten – die Mon, die Khmer und die Bewohner des Reiches Srivijaya aus Indonesien. Nach Jahrhunderte langen Kämpfen und Streit mit den Khmer, Mon und Srivijaya ist es im 13. – 14. Jahrhundert endlich soweit und sämtliche Eindringlinge sind vom Thailändischen Grund und Boden vertrieben und besiegt.

Das erste unabhängige und historisch belegte Thai – Reich wird im Jahre 1238 gegründet und gilt als Wiege der Thai – Kultur. Um 1511 rum begann die Kolonialisierung der Europäer. Allen voran der Portugiesen. Erstmals gelangen westliche Einflüsse und Ideen in das Land und beeinflussen Architektur, Inneneinrichtung und auch Kriegswaffen. In der folgenden Zeit wird Ayutthaya eine der grössten und wichtigsten Handels- Metropolen in ganz Asien. Insgesamt 33 Könige aus 5 Dynastien regieren hier immer wieder bedroht durch die im Westen einfallenden Burmesen. Im 17. – 18. Jahrhundert beginnt die Blütezeit des Reiches Ayutthaya. Das Thai – Reich wird Siam genannt und der Handel mit Europa ausgebaut. Seide, Teakholz, Zinn und Zucker zählen zu den Haupthandelsgütern. Nach mehrfachen Interventionen und christlichen Missionierungsversuchen durch die Franzosen reicht es den nach Unabhängigkeit strebenden Thais. 1688 Kommt es zum Aufstand und die Gegner des Königs lassen ihn hinrichten und vertreiben alle Ausländer und eine Abschottung zu Europa beginnt. Ab 1767 erobern die Burmesen Ayutthaya, plündern die Stadt und zerstören Paläste und Tempel. Noch heute schauen die Thais argwöhnisch auf die berühmte goldene Schwedagon – Pagode in Burmas Hauptstadt Rangun, die aus dem damals geraubten Gold der Thais gegossen wurde. Doch nur ein Jahr später wurden sämtliche Eindringlinge vom Provinzgouverneur und späteren König Taksin vertrieben.Dieser wurde allerdings Grössenwahnsinnig und bezeichnete sich unter anderem als künftiger Buddha und wurde 1782 hingerichtet.

Somit begann 1782 die Chakri – Dynastie. General Chao Phraya Chakri wird zum König Rama I. Dieser verlegt auch den Sitz der Hauptstadt in die Strategisch gute Lage nach Ban Makok ( Olivendorf ) das nun vom Chao Phraya Flussbogen umschlossen ist und somit wie eine Insel abgeschottet und schwer einnehmbar ist. Es wird in Bangkok umbenannt. Doch der eigentlich historische Name der Stadt, der auch im Guinness Buch der Rekorde steht für den Längsten Namen eine Stadt ist:

Krung Thep Mahanakorn Amornrattanakosin Mahinthara Mahadhilokphob Nopparatjathani Burirom Udomratjanivet Mahasathan Amornpimarn Auwatharnsathit Sakaraya Vishnukramprasit. Was verkürzt in etwa soviel bedeutet: „ Stadt der Engel, grösste aller Städte, Wohnsitz des Smaragdbuddhas.“

In den nächsten 100-200 Jahren werden teils wieder Handel und Beziehungen mit Europa und Amerika aufgenommen. Während rings um Thailand von Burma bis Kambodscha die Länder besetzt und Kolonialisiert wurden bleib Thailands autonom. Sklaverei wird abgeschafft und Schul- und Bildungssystheme werden eingeführt. Medizin, Technik und anderes erhält Einzug in Thailand. 1939 wird Siam in Thailand ( Prathet Thai ) umbenannt – Das Land der Freien. Ab 1946 beginnt die Ära des hoch verehrten König Bhumipols die bis heute andauert.